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Spiele

Die Odyssee des Päckchens

 

Man benötigt ein Päckchen, in dem ein Geschenk ist. Es wird eine Geschichte vorgelesen. Dabei wrid das Päckchen zuerst dem Geburtstagskind überreicht und dann immer weitergegeben. Die vorzulesende Geschichte: Geburtstagskind, hast Du's vernommen, soeben ist ein Päckchen angekommen. Doch sei im Leben immer schlau und gib's zum Öffnen lieber der neben Dir sitzenden Frau. Nun ist es in Deinen Händen, du darfst es aber nicht wenden, denn jetzt gehört das Päckchen noch nicht Dir, gib es dem Herrn, der am weitesten sitzt von Dir. Schaun' Sie's an, zeigen Sie Schneid, und geben Sie's der Frau mit dem schönsten Kleid. Zwar ist Ihr Kleid sehr hübsch und fein, doch Ihnen gehört das Päckchen nicht allein. Zu früh gefreut, jetzt platzt die Blase, sondern geben Sie's dem Herrn mit der größten Nase. Die größte Nase haben Sie bestimmt nicht, denn gemessen hat die Dame nicht. Doch im Päckchen ist nichts aus dem Laden, nun geben Sie's der Frau mit den schönsten Waden. Sie haben wirklich schöne Waden, und schöne Beine haben Sie auch. Drum geben Sie das Päckchen schnell dem Mann mit dem größten Bauch. Billig war Ihr Bäuchlein sicher nicht, nun stellen Sie sich mal richtig ins Licht. Auf, auf, jetzt geht das Päckchen weiter auf Tour, bringen Sie's der Frau mit der schönsten Frisur. Um Ihre Frisur sind Sie wirklich zu beneiden, doch sind Sie auch zu bescheiden, denn das Päckchen ist noch nicht am Platze, bringen Sie's dem Herrn mit der schönsten Glatze. Ihre Glatze ist ja eine große Ehr, das kommt sicher vom vielen Denken her. Doch heute lassen wir das Denken sein und geben es der Frau mit den schönsten Äugelein. Schöne Augen sind immer ein Genuss, zum Dank geben Sie dem Herrn mit der Glatze einen Kuss. Leider muss das Päckchen immer noch wandern, geben Sie's dem größten Herrn vor allen andern. Sind Sie der Größte, oder nur der Längste, dann wär's ein Fall von Denkste! Das Geburtstagskind das lacht, nun geben Sie schnell Ihm die Fracht. Für Dich ist das Päckchen natürlich gedacht. Du kannst es öffnen, jetzt sogleich, denn nun hat es sein Ziel erreicht.

Die Reise ins Publikum

 

Es werden 13 Geburtstagsgäste ausgesucht, dazu werden 13 Stühle aufgestellt. Jeder Gast erhält einen Stuhl. Eine Person (keine der 13 Gäste) übernimmt die Rolle des Spielleiters. Diese verteilt nun nacheinander je eine Aufgabe für alle. Dabei müssen die Spieler versuchen, so schnell wie möglich je einen Gegenstand aus dem Publikum zu besorgen und zurück auf einen der aufgestellten Stühle zu kommen. Währenddessen die Spieler versuchen ihre Aufgabe zu erfüllen, wird pro Runde ein Stuhl entfernt. Derjenige, der keinen Stuhl mehr erhält, ist ausgeschieden. Können mehrere Spieler die Augabe nicht erfüllen, kann man sich entweder eine neue ausdenken oder alle ausscheiden lassen, die keinen Gegenstand besorgen konnten (die Stuhlanzahl muss dann entsprechend reduziert werden). Der Verlierer der jeweiligen Runde muss dem Geburtstagskind eine Aufgabe erfüllen. Diese Aufgaben sind auf 12 Monate verteilt, jeden Monat eine ( vom Geburtstagsmonat an gerechnet). Von dem jeweiligen Rundenverlierer wird zudem ein Foto gemacht, dass in den jeweiligen Monat mit seiner Aufgabe geklebt wird. So hat der Jubilar einen schönen Kalender, der ihn an seinen Geburtstag und die Aufgaben der Verlierer erinnert. Gewonnen hat natürlich, wer am Schluss noch auf einem Stuhl sitzt.

 

Die Aufgaben der Mitspieler:

Aus dem Publikum folgendes besorgen:

einen fremden Autoschlüssel

einen Personalausweis holen (die Männer, der einer Frau und umgekehrt)

einen Schuhbändel

einen Ehering (nicht der, der Ehefrau oder der eigene)

eine Zigarettenschachtel

einen Kugelschreiber

ein Handy

eine Halskette

einen Lippestift

einen 50,00 € Schein

eine Krawatte

einen BH

einen Kondom

 

Die Aufgaben, die der jeweilige Rundenverlierer machen muss:

Januar: einen Schneemann bauen

Februar: ein Fastnachtskostüm besorgen

März: Frühlingsstrauß kaufen

April: Auto waschen

Mai: zum Eis essen einladen

Juni: Radtour machen

Juli: 3 Tage im Garten die Blumen gießen

August: zum Grillen einladen

September: zu einem Viertele einladen

Oktober: einen Halloweenkürbis aushöhlen

November: Laubkehren und zusammenlesen

Dezember: Weihnachtsplätzchen backen

 

Der Gewinner wird vom Jubilar zum Essen eingeladen.

Die Aufgaben können natürlich beliebig variiert werden.

Das Kutscherspiel

 

Bei dem Rollenspiel benötigt man 9 Personen. Diesen werden folgende Rollen zugewiesen: Kutscher, König, Königin, 2 Pferde, 4 Räder. Jede Person sitzt auf einen Stuhl Die Stühle werden wie eine Kutsche aufgebaut.

 

Nun wird eine Geschichte vorgelesen. Jedes mal, wenn in der Geschichte der Rollenname einer Person genannt wird, muss die betreffende Person aufstehen und einmal um ihren Stuhl laufen (wenn z.B. "König" vorgelesen wird, muss die Person, die die Rolle des Königs hat, aufstehen)Verpasst eine Person ihr Stichwort, ist sie ausgeschieden. Gewonnen hat, wer am Schluß noch auf seinem Stuhl sitzt.

 

Die vorzulesende Geschichte:

Es war an einem Samstagmorgen und der König und die Königin wollten einen Ausflug machen. Der König sprach zum Kutscher: "Kutscher, hole Karosse". Als der Kutscher die Pferde vor die Karosse gespannt hatte, nahmen der König und die Königin in der Kutsche Platz. Da meinte der König: Kutscher: "Kutscher laß die Pferde antraben!"

Das rechte Pferd setzte sich in Bewegung, während das linke Pferd erst durch einen Peitschenhieb des Kutschers sich in Bewegung setzte. Die Karosse fuhr über einen besonders steinigen Weg, da sagte die Königin zum König: "Sage dem Kutscher, er soll langsam fahren". Der König sagte zum Kutscher: "Kutscher, Kutscher, laß die Pferde langsam laufen. Die Karosse schaukelt so stark, daß der Königin übel wird."

Der Kutscher zügelte die Pferde, doch plötzlich geriet das rechte Vorderrad in ein tiefes Loch. Die Königin erschrak. Die Karosse drohte umzukippen, doch der Geistesgegenwart des Kutschers war es zu verdanken, daß die Karosse nicht umstürzte. Denn er als Kutscher, hatte die Pferde fest im Griff. Der König schaute auf die Königin, die sehr blass aussah und fragte: "Königin, meine liebste Königin, bist Du verletzt? Fehlt Dir auch nichts?" Die Königin antwortete: "Nein mein König, ich habe mich nur ein wenig erschrocken."

Der König sprach zum Kutscher: „Kutscher, drehe um." Der Kutscher wendete das Gespann. Plötzlich zog zu allem Unglück noch ein Gewitter auf, die Königin sagte zum Kutscher: "Laß uns zum nahegelegenen Schützenhof nach Achim (entsprechend austauschen!) fahren." Der Kutscher steuerte darauf die Karosse zum Gasthaus. Der König stieg aus und half der Königin aus der Kutsche. Der Kutscher gab dem linken Pferd etwas Hafer und dem rechten Pferd frisches Wasser und Heu.

Und wenn Sie nicht gestorben sind, verweilen Sie noch heute in diesem Gasthaus, der König, die Königin, die Karosse, die Pferde und der Kutscher.